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Plakat 11

Abendmahl

Du begegnest Christus. Der Nächste spürt es.

Christus sammelt Menschen nicht um ihre religiöse Leistung. Er reicht ihnen Brot und Wein, vergibt und verbindet. Wer seine Gabe empfängt, bleibt nicht beim eigenen Heil stehen. Christi Bewegung geht durch Hände weiter und sucht den Nächsten.

Plakat Abendmahl: Eine Arbeiterin empfängt Brot und reicht zugleich Brot an einen anderen Menschen weiter
A3 · druckbares PDF

Zwei Texte, eine Bewegung

Empfangen. Teilen. Leib werden.

1. Korinther 10,16-17 · 1. Korinther 11,23-26

Paulus beginnt beim Kelch und beim Brot. Doch er endet nicht beim einzelnen Menschen. Aus vielen wird ein Leib.

01

Empfangen.

Niemand deckt sich den Tisch selbst. Christus gibt. Brot und Wein tragen seine Verheissung zu Menschen, die mit leeren Händen kommen.

02

Teilen.

Das eine Brot wird gebrochen und ausgeteilt. Die Gabe bleibt nicht im Besitz eines Einzelnen. Sie schafft Gemeinschaft, indem sie durch viele Hände geht.

03

Leib werden.

Die vielen essen von einem Brot. Darum gehören sie zusammen. Christi Leib begegnet ihnen nicht als private Kostbarkeit, sondern als Gemeinschaft, die füreinander lebt.

Mehr als ein stiller Augenblick

Gemeinschaft verbindet Christus und die Vielen.

Paulus gebraucht ein Wort, das Anteil und Gemeinschaft zugleich meint. Der Kelch verbindet mit Christus. Das Brot verbindet die Vielen miteinander. Beides lässt sich nicht trennen.

κοινωνία
koinōníaGemeinschaft, Anteilhaben
σῶμα
sōmaLeib, lebendige Zusammengehörigkeit

Das Abendmahl zieht nicht aus dem Alltag fort. Christus begegnet Menschen am Tisch und sendet sie an die Tische, Werkbänke, Betten und Wege der Welt.

Wingrens Herzmitte

Die Gabe sucht den Nächsten.

Christus gibt sich dir. Gerade darum behält er dich nicht für dich selbst.

Wingren denkt Gottes Gaben in einer Bewegung. Gott schenkt Leben. Menschen empfangen es. Durch ihre Hände erreicht es andere. Im Abendmahl wird diese Bewegung sichtbar und leiblich: Brot wird genommen, gebrochen, gereicht und empfangen.

Die Sünde biegt die Gabe zum eigenen Besitz zurück. Christus öffnet die geschlossene Hand. Er vergibt, verbindet und sendet. Darum zeigt sich die Frucht des Abendmahls nicht nur im frommen Gefühl, sondern darin, dass ein anderer Mensch Raum zum Leben gewinnt.

Die Bildsprache des Abendmahlsplakats mit Brot, Kelch, Arbeiterin und ausgestreckten Händen

Das Bild denkt mit

Eine Hand empfängt. Dieselbe Hand gibt.

Die Arbeiterin sitzt nicht in einem abgeschlossenen Heiligtum. Hinter ihr öffnet sich eine Werkstatt, daneben liegt die Strasse. Der Tisch verbindet Gottesdienst und Werktag.

Links wird Brot gebrochen. Rechts wartet eine offene Hand. Die Frau steht in der Mitte dieser Bewegung. Sie ist weder Besitzerin noch blosse Durchgangsstation. Sie empfängt wirklich und reicht wirklich weiter. Der Kelch ruht zwischen beiden Bewegungen.

Reformiert gesprochen

Christus begegnet. Die Zeichen bleiben Zeichen.

Brot und Wein werden nicht zu religiösen Dingen, die Christus einschliessen. Christus bindet seine Verheissung an sie.

Darum ist das Mahl mehr als eine Erinnerung, aber keine grobe Einverleibung Christi. Der auferstandene Christus begegnet der Gemeinde durch sein Wort und seinen Geist. Brot und Wein machen seine Gabe sichtbar, greifbar und gemeinsam empfangbar.

Das Plakat sagt deshalb bewusst: Du begegnest Christus. Diese Begegnung richtet auf, vergibt und verbindet. Der nächste Satz prüft ihre Richtung: Der Nächste spürt es.

Die Frage bleibt hängen

Wer spürt morgen, dass du heute am Tisch Christi empfangen hast?

Das Plakat eignet sich für Kirche, Abendmahlsvorbereitung, Erwachsenenbildung und Gemeindehaus. Es lädt dazu ein, das Mahl als Begegnung mit Christus und als Sendung zum Nächsten zu lesen.

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